Chronik

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Vital Bad Aussee neu

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·     2001:      Erstgespräche, Sparkassenverkauf, Standortempfehlung

·           Erstmals werden mit dem Land Steiermark Gespräche über einen möglichen
       Neubau
und eine finanzielle Unterstützung geführt.

Landesrat Hirschmann verlangt den Verkauf der örtlichen Sparkasse, um der Gemeinde die notwendigen Finanzen für einen Anteil am Neubau zu verschaffen.

LR Hirschmann: „Realisiert das Projekt an diesem Standort (Teichwirt), ich kenne keine vergleichend schöneren in Österreich“

Verkauf der Sparkasse an die Steiermärkische Sparkasse („Verschmelzung“), Erlös ATS 80,000.000,-. (Mit dem Verkaufserlös werden alle nicht geförderten Kredite und Darlehen vorzeitig zurückgezahlt).

·            Festlegung des Investitionskostenzuschusses für den Neubau des Vital Bades: ATS 70,000.000,-- (später € 4,9 Mio).

·            Einstimmiger Beschluss des Gemeinderates – basierend auf der Standortempfehlung des Arbeitsausschusses der KurbetriebsgesmbH – zur Sicherung des Standortes für die geplante Errichtung eines Wellness-Centers einen Optionsvertrag mit den Ehegatten Walter und Elisabeth Schönauer abzuschließen.

 

·       2002:    Partnersuche, Vorprojekte

Entwicklung eines ersten Vorprojektes mit den Partnern VATECH, VAMED und Oberland GmbH. Schritte zu Projektänderungen bzw. weiteren Vorprojekten folgen (2002 bis 2003).

 

·       2003:    Projekt „Vitalbad Neu“ nimmt Formen an, Grundstücksicherung

Der Gemeinderat beschließt einstimmig das vorgestellte Projekt „Vitalbad Neu“, das aus einer sinnvollen Zusammenführung der beiden ursprünglichen Projekte (Wellness & Spa Resort EntwicklungsgmbH einerseits und HGI AG andererseits) resultiert, im Rahmen seiner vorgegebenen Möglichkeiten zu unterstützen und alle notwendigen Schritte zur Realisierung zu setzen.

·         Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Gründung der „Stadtgemeinde Bad Aussee Vitalbad Grundstücksentwicklungs- und Verwertungs-KEG“ und beauftragt diese, alles Notwendige zu veranlassen, um die zur Realisierung der vorliegenden Projekte eines Vitalbad-Neubaus erforderlichen Grundstücke zu sichern und zu verwerten.

 

·       2004:      Abstimmung der Projekte Bad Aussee und Bad Mitterndorf, 
Kaufvertrag über
 Grundstück wird abgeschlossen

In einer Besprechung mit Vertretern des Landes und den Bürgermeistern der Gemeinden Bad Aussee und Bad Mitterndorf auf der Viehbergalm wird festgelegt, dass die vom Land Steiermark für beide Projekte (damals „Therme Bad Mitterndorf“ und „Meerbad in den Alpen“) in Aussicht gestellte Förderung von insgesamt € 7,3 Millionen (ehemals ATS 100 Mio) bei unterschiedlicher Zielgruppenausrichtung (Projektabstimmung: Bad Mitterndorf - Familie und Sport, Bad Aussee - Kur) zur Verfügung gestellt wird, wenn sich beide Gemeinden in der Aufteilung dieses Betrages einigen.

·                                 Nach mehreren Verhandlungen einigen sich die beiden Bürgermeister Marl und Trieb  auf eine 50:50 Teilung der Landesförderung.

·                                   Der Kaufvertrag mit den Ehegatten Schönauer wird unterzeichnet.

 

·       2005:    Grundsatzbeschluss des Gemeinderates, Kauf eines weiteren Grundstückes

·       Die Ergebnisse der Projektgespräche führen zu einem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates: Stille Beteiligung der Gemeinde mit € 4,9 Mio und € 0,9 Mio Bedarfs-zuweisungen des Gemeindereferates des Landes bei geplanten Gesamtkosten (für ein „Kur- und Wellnessbad“) von € 24,0 Mio, geplanter Baubeginn 2007.

·       Der Gemeinderat beschließt einstimmig als Komplementär der Stadtgemeinde Bad Aussee Vitalbad Grundstücksentwicklungs- und Verwertungs-KEG diese zu beauftragen, für die Errichtung des Vitalbades weitere 18.000 m² von den Ehegatten Walter und Elisabeth Schönauer zu erwerben.

 

·       2006:    Siegerprojekt gekürt

·       Das Projekt ist soweit entwickelt, dass eine Jury ein Siegerprojekt kürt, das  auch öffentlich vorgestellt wird.

 

·       2007:    Gemeinderat beschließt Verträge

·        Der Gemeinderat verabschiedet am 20.09. mit nur einer Gegenstimme die ausverhandelten sechs Verträge des Projektes  mit der neuen Vitalbad Errichtungs GmbH und fasst damit die endgültige Entscheidung zur Errichtung des neuen Vital Bades am Lerchenreither Plateau.

 

·       2008:    Neues Projekt wird entwickelt, Land genehmigt Verträge

·       Die Projektgesellschaft des Hotel Wasnerin und der Betreiber Falkensteiner trennen

sich. Das betrifft auch das Projekt „Vital Bad neu“, weil Falkensteiner auch für dieses Projekt als Betreiber vorgesehen war.  

·       Der neue Betreiber des Hotel Wasnerin, die deutsche Lindner-Gruppe, interessiert sich auch als Betreiber für das Vital Bad neu. Lindner erklärt das bisherige Projekt „Falkensteiner“ als zu groß und wirtschaftlich nicht machbar.

·       Ein neues Projekt wird entwickelt, das süddeutsche Unternehmen „Quality Spa“ in dieses neue Projektentwicklung eingebunden.

·       Die allgemeine Finanzkrise lässt die Banken sehr zurückhaltend werden, die geplante Hausbank zieht sich zurück.

·       Die Landesregierung genehmigt am 01.12. nach Prüfung der gesamten Verträge die für den Grundkauf im Rahmen der Gesamtbeteiligungen/Zuschüsse der Stadt-gemeinde erforderlichen Kredite bzw. Haftungen (Kreditaufnahme durch Vitalbad KEG      Haftung für diese Kreditaufnahme durch Stadtgemeinde      Genehmigung dieser Haftung durch Land).

 

 

 

 

·       2009:    Neues Projekt wird verprobt, Land reduziert Zuschuss, Fremdkapital zu hoch

·        Das Projekt wird mit Quality Spa und Lindner unter Einschluss eines
      Architekten
 optimiert, nach Feinabstimmung des Konzeptes erstmals
      werden die Kosten für die
reine Bade-, Wellness- und Therapieeinrichtung
      erstmals mit € 18 Mio, jene für die
Beherbergung mit € 8,0 beziffert.
      Die bisherigen Konzepte (Wasserflächen, Qualität,
Architektur -
      Holzbauweise) werden bestätigt.

Die wirtschaftliche Machbarkeit wird mit dem Logis-Betreiber Lindner und einem Expertenteam aus München (GMF - Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen), das 20 Bäder in Deutschland sowie neuerdings auch das Asia-Spa in Leoben betreibt, abgestimmt bzw. verprobt.

Die Gesamtanlage wendet sich an den älteren (50+), gesundheits-, ruhe-, qualitäts- und genussorientierten Gast, welcher die Authentizität und Ursprünglichkeit des Ausseerlandes schätzt sowie auf Umweltqualität und Nachhaltigkeit Wert legt (LOHA: Life style of health and sustainability). Damit erfolgt - auch im Sinne des diesbezüg-lichen Auftrages des Landes - eine klare Abgrenzung zur Familien und Erlebnis-orientierung der Grimming-Therme in Bad Mitterndorf.

Der Therapiebereich ist für rund 40.000 Anwendungen pro Jahr ausgelegt und wird über 22 Behandlungseinheiten verfügen. Die Therapien werden insbesondere auf Solebasis sowohl dem Sozialversicherungsgast als auch dem Privatgast angeboten.

Der Badebereich verfügt über eine (Gleichzeitigkeits-)kapazität für rund 160 externe Badegäste (entspricht rund 80.000 Jahresbesuchern), zusätzlich ist ein separierter Ruhebereich für die Appartementhotelgäste vorgesehen.

Rund 600 m² Wasserfläche in mehreren Becken, ein großzügiger Saunabereich sowie ein adäquates Gastronomieangebot sind geplant.

Das Hotel wird als Appartementhotel geplant und in der 1. Phase (zeitgleiche Errichtung mit Bad und Therapie) mit 28 Einheiten und insgesamt 112 Betten realisiert. Der spätere Ausbau ist modular auf bis 240 Betten möglich. Das Appartementhotel ist mit einem attraktiven, oberirdischen Direktverbindungsgang mit dem „Zentralbereich“ verbunden, in welchem sich der Badeeingangsbereich, die Therapie sowie  die Gastronomie und Shops befinden.

·       Das Land reduziert auf Grund seiner schwierigen wirtschaftlichen Lage den Zuschuss auf € 2,5 Mio.

·       Das erforderliche Fremdkapital (€ 8,0 Mio) wird von der Bank nicht bestätigt.

·       Projektleiter und Geschäftsführer der Vitalbad Errichtungs GmbH. ist Prof. Max Taucher. Der Firmensitz der Vitalbad Errichtungs GmbH ist in 8047 Graz, Peballweg 9.

 

·       2010:    Bund fixiert Zuschuss, Fremdkapital wird reduziert, Gemeinderat beschließt

                    Vertragsänderungen

 

·       Der Zuschuss des Bundes (Arbeitsplatzförderung) wird mit 1,5 Mio fixiert.

·        Nach einer Grundstückstransaktion kann das Eigenkapital erhöht und das

Fremdkapital auf € 5,0 gesenkt werden, dies findet endgültig die Zustimmung der finanzierenden Bank.

·  Der Gemeinderat beschließt am 31.08. mehrheitlich (22 von 25 anwesenden Mandataren), die Abänderung bzw. teilweise Aufhebung der am 20.09.2007 beschlossenen Verträge. Die vertragliche Situation des Vertragspartners Stadt-gemeinde verbessert sich - bei insgesamt gleichbleibenden finanziellen Leistungen (€ 4,9 Mio einschließlich des beizustellenden Grundstückes) - insofern, als

 

a) die Beteiligung als typisch stiller Gesellschafter auf € 4,3 Mio (bisher € 3,0 Mio erhöht

b) die Gewinnbeteiligung auf 43% (bisher 26%) erhöht

c) die Verlustbeteiligung ausschließt (bisher Verlustbeteiligung maximal in Höhe der Beteiligung)

d) der Zuschuss neben der stillen Beteiligung auf € 600.000,-- (bisher € 900.000,--) verändert

e) die bisherige bare Kapitaleinlage von € 1,9 Mio entfällt

f)  den Termin der Fertigstellung und Inbetriebnahme mit 31.12.2013 (bisher 31.12.2011) festzusetzen.

 

Die vom zuständigen Gemeindereferenten des Landes beizustellende Bedarfszuweisung von € 900.000,-- wird wie bisher in das Projekt eingebracht.

 

       

Zusammengestellt von Otto Marl am 05.09.2010

Ergänzt am 14.09.2010